Arbeitskreise LRS und Legasthenie

Verdacht auf eine Lese-Rechtschreibschwäche oder Legasthenie?

Viele Arbeitskreise beschäftigen sich mit der Legasthenie. Hier erhalten Sie nützliche Informationen zur Hilfe bei LRS:

Definition Legasthenie/LRS

Die Begriffe ‚Legasthenie‘, ‚(isolierte) Lese-Rechtschreib-Schwäche‘, ‚Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS)‘ und andere werden zum größten Teil austauschbar verwendet. Der Begriff LRS soll hier als Sammelbegriff für alle Arten von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten verstanden werden. Das Hauptmerkmal einer LRS ist zunächst einmal eine ausgeprägte Beeinträchtigung der Entwicklung der Lese- und/oder Rechtschreibfähigkeit. Das Umsetzen der Lautzeichen (Phoneme) in die richtige Folge der Schriftzeichen (Grapheme) oder umgekehrt ist erheblich erschwert. Personen, vor allem Kinder, mit LRS fallen neben den Schwierigkeiten in den Bereichen des Lesens und Rechtschreibens manchmal durch Probleme in der Motorik (meist Feinmotorik), der Sprache, der visuellen Wahrnehmung, der Lautunterscheidungsfähigkeit, der Konzentration, der psychischen Belastbarkeit und/oder der Merk- und Speicherfähigkeit auf. Legasthenie ist darüber hinaus häufig nicht nur das Problem der betroffenen Kinder, sondern auch das ihres sozialen (familiären) und schulischen Umfeldes. Durch die mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten verbundene ständige Überforderung und durch immer wiederkehrende Misserfolgserlebnisse kann eine starke seelische Belastung der betroffenen Kinder, Jugendlichen oder auch Erwachsenen sein. Auswirkungen davon können je nachdem
- schulische Auffälligkeiten, wie Vermeidungsverhalten, Schwindeln und Verlust der Lernmotivation,
- soziale Auffälligkeiten, wie Aggressionen, Rückzug von Freunden etc. oder
- psychosomatische Beschwerden, wie beispielsweise Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen
sein. Allgemeines Schulversagen und in extremen Fällen eine seelische Behinderung können letztendlich die Folge sein.